FSG-Jugend: Nicht über die Jugend hinweg regieren!

Gusenbauer ignoriert die Jugendlichen, die ihn im Wahlkampf unterstützt haben

"Alfred Gusenbauer kann nicht einfach über die Interessen von jenen Jugendlichen hinweg regieren, die ihn gewählt haben oder sich gar im Wahlkampf für ihn engagiert haben", kritisiert der Jugendvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Rene Pfister. Er fordert Nachverhandlungen, in denen Verbesserungen für Österreichs Jugendliche fixiert werden.

Als Parteivorsitzender sollte Gusenbauer zu seinem Wort stehen - und er hat als wesentlichen Punkt in seinem Wahlkampf die Abschaffung der Studiengebühren versprochen. "Auch dass Lehrlinge leichter zu kündigen sein sollen, ist ein Punkt, den sich die Jugendlichen nicht gefallen lassen können", so Pfister. Weiters kritisiert der Vorsitzende der FSG-Jugend, dass die Arbeitsmarktagenden weiterhin zum Wirtschaftsressort gehören und nicht zum Sozialministerium.

Positiv beurteilt Pfister vor allem die angekündigte Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre: "Das entspricht einer langjährigen Forderung der FSG-Jugend und kann dazu beitragen, das das Politikinteresse der Jugendlichen steigt." Nun verlangt Pfister Nachverhandlungen und die Umsetzung folgender Punkte von der neu angelobten Bundesregierung:

• ersatzlose Abschaffung der Studiengebühren
• Chancengerechtigkeit im Bildungssystem durch Einführung einer gemeinsamen Schule für alle 6- bis 15-Jährigen
• Sicherstellung von genug Lehrstellen durch die Schaffung eines Ausbildungsfonds
• Wiedereinrichtung eines Arbeitsministeriums

Persönlich angegriffen fühlt sich Pfister vom Auftreten des zukünftigen Bundeskanzlers: "Gusenbauer hält es nicht einmal für notwendig, die Diskussion mit den Jugendlichen zu suchen, stattdessen benützt er Hinter- und Nebeneingänge, um den Demonstrierenden ja nicht in die Augen schauen zu müssen." Dass Gusenbauer die Mitglieder der SP-Jugendorganisationen pauschal als "einige gewaltbereite Jugendliche" beschimpft, statt sich ihnen zu stellen, sei eine Absage an jede Form von demokratischer Kultur in der SPÖ.


heruntergeladen von: www.fsg.or.at

12.1.07 15:39

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